“Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst.”
“In Dank verschlingt sich alles Sein.”
“Blödem Volke unverständlich // treiben wir des Lebens Spiel.”
“Es ist Nacht, // und mein Herz kommt zu dir, // hält’s nicht aus, // hält’s nicht aus mehr bei mir.”
“Es gibt ein sehr probates Mittel, // die Zeit zu halten am Schlawittel: // Man nimmt die Taschenuhr zur Hand // und folgt dem Zeiger unverwandt.”
“Wer vom Ziel nicht weiß, // kann den Weg nicht haben, // wird im selben Kreis // all sein Leben traben.”
“Weil, so schließt er messerscharf, // nicht sein kann, was nicht sein darf.”
“Man berichtete Sokrates, jemand sei von einer Reise ohne jede Besserung zurückgekommen. „Das glaube ich gern“, entgegnete er, „er hatte sich selbst ja mitgenommen.“”
“Was nützen mir die Farben, wenn ich nicht weiß, was ich malen soll?”
“Ich weiß nicht, ob diese Meinung stimmt, aber eines weiß ich aus Erfahrung: daß noch nie ein Gemeinwesen durch Strafen verbessert worden ist.”
“Man muss der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen.”
“Man muss die Krankheiten gewähren lassen.”
“Jedes Ding hat hundert Glieder und hundert Gesichter.”
“Mancher will sprechen lernen zu einem Zeitpunkt, wo er lernen sollte, endgültig zu schweigen.”
“Unsere Welt besteht aus lauter Geschwätz, und ich habe noch keinen Menschen getroffen, der nicht eher mehr als weniger denn nötig geredet hätte; jedenfalls entschwindet uns hierüber die halbe Lebenszeit.”
“Uns etwas verbieten heißt uns danach lüstern machen.”
“Philosophieren heißt sterben lernen.”
“Wo die Not drängt, da wird Tollkühnheit zur Klugheit.”
“Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.”
“Zieh viele darüber zurate, was du tun sollst, aber teile nur wenigen mit, was du ausführen wirst.”