“Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele.”
“Ich rede von der Demokratie als von etwas Kommendem. Das, was schon jetzt so heißt, unterscheidet sich von den älteren Regierungsformen allein dadurch, dass es mit neuen Pferden fährt: Die Straßen sind noch die alten, und die Räder sind auch noch die alten.”
“Die demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig.”
“Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulkanischen Boden, hat der Mensch seine kleinen Gärten des Glücks angelegt.”
“Der Witz ist das Epigramm auf den Tod eines Gefühls.”
“Der Gewissensbiss ist, wie der Biss des Hundes gegen einen Stein, eine Dummheit.”
“Der Asket macht aus der Tugend eine Not.”
“Den Stil verbessern - das heißt den Gedanken verbessern, und gar nichts weiter!”
“Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.”
“Das Halbwissen ist siegreicher, als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender.”
“Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen.”
“Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.”
“Fast überall wo es Glück giebt, giebt es Freude am Unsinn.”
“Ist das Leben nicht hundert Mal zu kurz, sich in ihm — zu langweilen?”
“Man wird am besten für seine Tugenden bestraft.”
“Man lügt wohl mit dem Munde, aber mit dem Maule, das man dabei macht, sagt man doch noch die Wahrheit.”
“Der Weise als Astronom. - Solange du noch die Sterne fühlst als ein »Über-dir«, fehlt dir noch der Blick des Erkennenden.”
“Viel von sich reden kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen.”
“Wer sich selbst verachtet, achtet sich doch immer noch dabei als Verächter.”
“Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.”

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