“Die Zeit für kleine Politik ist vorbei: schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erd-Herrschaft, – den Zwang zur großen Politik.”
“Der eine sucht einen Geburtshelfer für seine Gedanken, der andre einen, dem er helfen kann: so entsteht ein gutes Gespräch.”
“Weh spricht: Vergeh! Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit.”
“Trachte ich denn nach Glücke? Ich trachte nach meinem Werke!”
“Wenn es Götter gäbe, wie hielte ich's aus, kein Gott zu sein! Also gibt es keine Götter.”
“Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld – diese Unvermögenden!”
“Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der Erkennende ungern in ihr Wasser.”
“Gedanken, die mit Taubenfüßen kommen, lenken die Welt.”
“Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben.”
“Ich misstraue allen Systematikern und gehe ihnen aus dem Weg. Der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit.”
“Geschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.”
“Die Lehre von der Freiheit des Willens ist eine Erfindung herrschender Stände.”
“Zur Humanität eines Meisters gehört, seine Schüler vor sich zu warnen.”
“Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.”
“Zeus wollte nämlich, dass der Mensch ... die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.”
“Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen eine Freude machen könne.”
“Zu den Dingen, welche einen Denker in Verzweiflung bringen können, gehört die Erkenntnis, dass das Unlogische für den Menschen nötig ist, und dass aus dem Unlogischen vieles Gutes entsteht.”
“Weg mit den bis zum Überdruss verbrauchten Wörtern Optimismus und Pessimismus!”
“Von der Tragödie begehrt das Volk eigentlich nicht mehr, als recht gerührt zu werden, um sich einmal ausweinen zu können.”
“Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.”

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